E-Commerce Tracking mit Google Analytics 4 und Google Tag Manager

Ecommerce Tracking GTM GA4

Warum E-Commerce Tracking für den Erfolg Ihres Online Shops unverzichtbar ist

Wer einen Online Shop betreibt, möchte nicht nur wissen, wie viele Besucher auf der Seite sind, sondern vor allem, welche Umsätze über welche Kampagnen entstehen. Genau hier setzt E-Commerce Tracking mit Google Analytics 4 (GA4) und dem Google Tag Manager (GTM) an.

Während wir in unserem Beitrag zum konventionellen Conversion Tracking erklären, wie Anfragen und Leads gemessen werden, geht es hier um klassisches E-Commerce Tracking für Online Shops. Das bedeutet: Bestellungen, Umsätze und Warenkörbe werden so gemessen, dass Sie Ihre Google Ads Kampagnen auf echten Umsatz und ROAS optimieren können.


1. Unterschied zwischen konventionellem Tracking und E-Commerce Tracking

Beim konventionellen Tracking stehen vor allem Leads im Fokus, also zum Beispiel Kontaktformulare oder Termin Anfragen. Diese Conversions erhalten einen typischen Wert, zum Beispiel einen durchschnittlichen Auftragswert.

Im E-Commerce Bereich sieht das etwas anders aus. Hier gibt es in der Regel:

  • konkrete Bestellungen mit Umsatz in Euro, USD, CHF, etc.
  • Produktdaten wie Artikel, Kategorien und Varianten
  • Informationen zu Warenkörben und Checkout Schritten

Anstatt nur pauschale Werte zu vergeben, kann im E-Commerce Tracking für jede einzelne Bestellung der exakte Umsatz gemessen werden. Diese Umsätze werden in Google Analytics 4 und anschließend in Google Ads sichtbar. Das ist die Grundlage dafür, Kennzahlen wie ROAS (Return on Ad Spend -> Umsatz/AdSpend) auswerten zu können.


2. Technische Basis mit Google Analytics 4 und Google Tag Manager

Auch im E-Commerce Bereich beginnt alles mit einer sauberen technischen Grundlage.

2.1 Google Analytics 4 Property und Web Datenstream

Zunächst legen wir eine Google Analytics 4 Property für Ihren Shop an, falls diese noch nicht existiert, oder prüfen eine vorhandene Property. Wichtige Punkte sind zum Beispiel:

  • korrekte Basis Integration des GA4 Tags
  • richtige Domain Konfiguration im Web Datenstream
  • Währung und Zeitzone passend zu Ihrem Geschäftssitz

2.2 Google Tag Manager als Zentrale für alle E-Commerce Tags

Für die Auslieferung des Tracking Codes setzen wir auf den Google Tag Manager. Er dient als zentrale Verwaltungsebene für alle Tags, Trigger und Variablen. Die Schritte sind dabei in der Regel:

  • Einrichtung oder Übernahme eines GTM Containers
  • Einbau des Container Codes in den Shop
  • Einrichtung eines GA4 Konfigurationstags, der auf allen relevanten Seiten lädt

Auf dieser Grundlage können wir anschließend schrittweise die E-Commerce Events ergänzen.


3. Wie E-Commerce Ereignisse in GA4 strukturiert werden

Google Analytics 4 arbeitet mit einem Event basierten Modell. Für E-Commerce Tracking gibt es empfohlene Standard Events, zum Beispiel:

  • view_item für Produktansichten
  • add_to_cart für das Hinzufügen zum Warenkorb
  • begin_checkout für den Start des Bestellvorgangs
  • purchase für abgeschlossene Bestellungen

Besonders wichtig ist das purchase Event. Hier werden unter anderem folgende Informationen an GA4 übergeben:

  • Umsatz beziehungsweise value pro Bestellung
  • currency wie zum Beispiel EUR
  • eine eindeutige Bestellnummer (transaction_id)
  • Liste der bestellten Produkte mit Preisen, Mengen und Produkt IDs

Diese Daten werden entweder über eine Data Layer Integration des Shopsystems oder über spezialisierte Plugins an den Google Tag Manager übergeben. Von dort aus werden sie als GA4 Events an Analytics gesendet.


4. Praxiserfahrung mit gängigen Shopsystemen

E-Commerce Tracking ist nicht nur eine Frage der Theorie, sondern vor allem eine Frage der sauberen Umsetzung im jeweiligen System. Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Content Management Systemen und Shop Plattformen und haben dabei besonders viel Erfahrung mit:

  • Shopify
  • Etsy
  • Shopware
  • WordPress mit WooCommerce
  • Wix
  • Squarespace
  • Ecwid
  • Magento
  • Adobe Commerce
  • PrestaShop

Je nach Plattform sind andere Schritte nötig:

  • Bei Shopify nutzen wir in der Regel die dort verfügbaren Integrationsmöglichkeiten und ergänzen, falls sinnvoll, eine Data Layer Konfiguration, damit alle relevanten E-Commerce Daten sauber im Tag Manager ankommen.
  • Bei WordPress mit WooCommerce setzen wir häufig auf bewährte Plugins, die eine strukturierte Data Layer Ausgabe liefern. Darauf aufbauend konfigurieren wir die GA4 und E-Commerce Tags im Tag Manager.
  • Bei Shopware prüfen wir bestehende Tracking Erweiterungen und passen diese bei Bedarf an, damit alle E-Commerce Events und Parameter im GA4 Format vorliegen.
  • Für Plattformen wie Etsy gehen wir jeweils individuell vor, um die verfügbaren Daten bestmöglich zu nutzen und sinnvoll in Ihre Gesamtmessung einzubinden.

Wichtig ist uns dabei immer, dass am Ende nicht nur irgendein Tracking aktiv ist, sondern dass die Datenstruktur logisch, konsistent und auswertbar bleibt.


5. Conversion Werte und Umsatzdaten in GA4 und Google Ads

Ein großer Vorteil des E-Commerce Trackings mit GA4 besteht darin, dass der Umsatzwert direkt mitgeliefert wird. Im Unterschied zu konventionellen Leads, bei denen wir einen typischen Durchschnittswert definieren, wird im E-Commerce für jede Bestellung ein konkreter value übergeben.

In GA4 stehen Ihnen anschließend Berichte zur Verfügung, die zum Beispiel zeigen:

  • Umsatz pro Quelle und Medium
  • Umsatz pro Kampagne
  • Umsatz pro Produkt und Produktkategorie

Im nächsten Schritt verknüpfen wir diese Daten mit Google Ads. Dazu verbinden wir die GA4 Property mit Ihrem Google Ads Konto und importieren die relevanten Kauf Conversions. Google Ads erhält dadurch nicht nur die Information, dass ein Verkauf stattgefunden hat, sondern auch:

  • den entsprechenden Conversion Wert
  • die Anzahl der Bestellungen
  • die resultierenden Kennzahlen wie Conversion Rate und ROAS

Auf dieser Basis können wir Kampagnen gezielt auf Umsatz und Effizienz optimieren, statt uns nur auf Klick Preise und Klickraten zu verlassen.


6. Warum die Verknüpfung mit Google Ads so wichtig ist

Ohne Verknüpfung zwischen GA4 und Google Ads sehen Sie in Google Ads lediglich:

  • Klicks
  • Impressionen
  • Kosten

Mit sauberem E-Commerce Tracking und Conversion Import aus GA4 sehen Sie zusätzlich:

  • wie viele Bestellungen pro Kampagne entstehen
  • welchen Umsatz diese Bestellungen generieren
  • wie hoch der ROAS pro Kampagne, Anzeigengruppe, Keyword, Anzeige, Bild, Video, Text, Tageszeit, Standort, etc. ist

Das ermöglicht eine ganz andere Qualität in der Optimierung. Budget kann gezielt in Produkte und Kampagnen fließen, die nachweislich Umsatz und Gewinn bringen.


7. Datenschutz, Consent und realistische Erwartungen an die Messgenauigkeit

Auch im E-Commerce Bereich gilt: Moderne Datenschutzvorgaben und die gestiegene Sensibilität der Nutzer für das Thema Privatsphäre führen dazu, dass nicht jede Sitzung und nicht jede Bestellung zu 100 Prozent messbar ist. Cookie Banner, rechtlich notwendige Einwilligungen und technische Schutzmechanismen von Browsern beeinflussen die Datenbasis.

Unser Ziel ist deshalb nicht eine künstliche Illusion von völliger Vollständigkeit, sondern ein rechtskonformes Tracking mit maximal sinnvoller Genauigkeit. Dazu gehört auch der Einsatz moderner Funktionen wie zum Beispiel Enhanced Conversions und Consent Mode v2, wo dies in Ihrem Setup angebracht und zulässig ist.


8. Fazit: E-Commerce Tracking als Fundament für steuerbare Werbung

Ein Online Shop kann nur dann wirklich gezielt wachsen, wenn klar ist, welche Maßnahmen welche Umsätze bringen. E-Commerce Tracking mit Google Analytics 4 und Google Tag Manager ist dafür das zentrale Werkzeug.

Mit einem sauber eingerichteten Setup erhalten Sie:

  • transparente Zahlen zu Bestellungen und Umsätzen
  • eine direkte Verbindung zu Google Ads für ROAS gesteuerte Kampagnen
  • eine Datenbasis, die Ihnen hilft, Sortimente, Zielgruppen und Budgets strategisch zu planen

Als Agentur mit viel Erfahrung in Shopsystemen wie Shopify, Etsy, Shopware, Wix, Squarespace, Ecwid, Magento, Adobe Commerce, PrestaShop und WordPress mit WooCommerce legen wir großen Wert darauf, dass Ihr Tracking nicht nur technisch funktioniert, sondern vor allem geschäftlich verständlich und nutzbar ist. Wenn Sie wissen möchten, wie wir E-Commerce Tracking konkret für Ihren Shop umsetzen würden, sprechen Sie uns gerne an.

1 Gedanke zu „E-Commerce Tracking mit Google Analytics 4 und Google Tag Manager“

  1. Pingback: Conversion Tracking mit Google Analytics 4 & Google Tag Manager – AdLexio.de

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